Reiseziel Kutná Hora und Umgebung: "Ein Tag ist nicht genug"

Die Geschichte der Stadt Kuttenberg ist untrennbar verbunden mit dem Silberbergbau und der Münzprägung. Zu Recht wurde Kuttenberg als die Schatztruhe des Landes bezeichnet, ihr Reichtum gab dem Aufstieg des Böhmischen Königreiches Kraft. Die kulturelle und historische Bedeutung der erhaltenen Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler wurde im Jahr 1995 gewürdigt, als der historische Stadtkern zusammen mit dem Dom der heiligen Barbara und der Kathedrale Mariä Himmelfahrt und Johannes der Täufer in Sedlec in das UNESCO-Verzeichnis des Weltkulturerbes eingetragen wurde.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum gehören neben dem schon erwähnten gotischen Dom der heiligen Barbara auch der einzigartige Raum der Fronleichnamskapelle, der ursprünglich gotische Stadtpalast (heute der Sitz des Böhmischen Silbermuseums, das Führungen in die mittelalterliche Silbermine anbietet), die ehemalige königliche Münzpräge Welscher Hof, die St. Jakobskirche, die Kirche des St. Johannes von Nepomuk und Muttergotteskirche "Na Náměti", das Steinerne Haus, das Ursulinenkloster und das Jesuitenkolleg (heute der Sitz der zweitgrößten Galerie in Tschechien, die auf moderne Kunst spezialisiert ist - GASK).

Das Baudenkmal mit den meisten Besuchern ist die berühmte Friedhofskapelle Allerheiligen in Sedlec. Die Dekoration des Innenraums besteht fast ausschließlich aus menschlichen Knochen. Einmalig sind vor allem ein mächtiger Kronleuchter, Monstranzen und das Wappen der Familie Schwarzenberg. Schätzungen gemäß umfasst das Beinhaus die Knochen von etwa 40.000 Menschen.

Die meisten Sehenswürdigkeiten sind das ganze Jahr für Besucher geöffnet.

Ausgewählte Sehenswürdigkeiten im Überblick

 

Das Sankturinhaus

Ein ursprünglich gotisches Haus, welches barock umgebaut wurde. Im Turm befindet sich eine Kapelle mit einem schönen spätgotischen Netzgewölbe. Das Gebäude gehört zu den ältesten der Stadt und beherbergt heute das Informationszentrum der Stadt und die Alchimistenwerkstatt.

Alchimistenwerkstatt

Im Museum finden Sie eine Alchimistenwerkstatt, in der berühmte Gelehrten den Stein der Weisen suchen und Metall zu Gold verwandeln - und vielleicht entdecken Sie sogar den "wahren Golem".

Dom der heiligen Barbara

Ein einzigartiges Werk der hoch- und spätgotischen Architektur, deren Bau noch vor Ende des 14. Jahrhunderts begonnen wurde. Im Interieur ist eine einzigartige Galerie spätgotischer- und Renaissancemalereien aus dem 15. Jahrhundert erhalten.

Welscher Hof

Bei dieser kulturellen Sehenswürdigkeit handelt es sich um einen abgeschlossenen Baukomplex, erbaut an der Wende des 13. zum 14. Jahrhundert. Ursprünglich beherbergte das Gebäude die königliche Münzpräge. Seit Beginn des 15. Jahrhunderts war es zeitweilig Sitz der böhmischen Könige. König Wenzel IV. ließ hier im Jahre 1400 gleich neben der Münzpräge einen zweistöckigen Palast und eine königliche Kapelle errichten.

Kirche des St. Johannes von Nepomuk

Diese spätbarocke Kirche aus den Jahren 1734 bis 1754 ist erbaut nach einem Entwurf von F.M. Kaňka. Sehenswert ist das Deckengemälde, das die Legende des heiligen Johannes von Nepomuk darstellt.

Böhmisches Silbermuseum – Tyl-Haus

Eine Ausstellung über das Leben und das Werk des Dramatikers Josef Kajetán Tyl in seinem Geburtshaus und die Ausstellung „Das unterirdische Kuttenberg und seine Erkundung“. Außerdem finden hier Wechselausstellungen statt.

St. Jakobskirche

Begonnen wurde der Bau dieser Kirche noch vor dem Jahr 1330. Wegen seiner außergewöhnlichen Höhe (85 m) wurde St. Jakob bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts auch als "Hohe Kirche" bezeichnet.

Info

Informationszentrum

Palackého náměstí 377
284 01 Kutná Hora
Tschechische Republik
Tel: +420 327 512 378, 731 801 004

Standort

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