Rubrik: Musik | Veröffentlicht am: 21.05.2015

Prag - Die Kulturnation Tschechien beendet nach fünf Jahren ihre Eurosong-Abstinenz und schickt ein Duett bestehend aus Marta Jandová und Václav Noid Bárta in Wien ins ESC-Rennen.

Äußerungen von Marta Jandová in deutschen Medien lassen darauf schließen, dass zumindest am Austragungsort das allgemeine Eurosong-Fieber ausgebrochen ist: "Es ist echt der Wahnsinn. Als wir ankamen, haben wir gedacht: Was ist das für eine Manie hier?" 

Die Tschechen dagegen sind ausgemachte Eurosong-Muffel, spricht man jemanden auf das Ereignis an, wird man kaum mehr als ein Achselzucken ernten.

Und es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der Wettbewerb, dem von Kritikern - und jahrelang auch von den TV-Verantwortlichen - gern das Prädikat "pokleslost" bescheinigt wurde, nun ausgerechnet im öffentlich-rechtlichen Kulturkanal ČT art ausgestahlt wird, auf dem sonst meist Hochkultur über die Mattscheibe flimmert - und den kaum jemand einschaltet. Das Halbfinale wird am Donnerstag ab 21.00 Uhr live gesendet. (nk)  

Autor: Niels Köhler
Themen: Eurovision Song Contest (ESC), Marta Jandová, Václav Noid Bárta, Unterhaltung, Fernsehen
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