Prag - Der durchschnittliche monatliche Bruttolohn in Tschechien betrug im ersten Quartal 2026 nach den heute veröffentlichten Angaben des Tschechischen Statistikamts (ČSÚ) 50.282 Kronen (etwa 2079 Euro) - ein nominaler Anstieg von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zum ersten Mal übersteigt der Durchschnittslohn damit die 50.000-Kronen- sowie die 2000-Euro-Marke. Nach Abzug der Verbraucherpreissteigerung von 1,6 Prozent, ergibt sich ein Zuwachs von 6,4 Prozent.
Dabei zeigen sich nicht nur nach Branchen starke Unterschiede in Bezug auf Höhe und Anstieg des Durchschnittslohnes, sondern auch gravierende regionale Unterschiede.
Prag liegt bei Lohnniveau weit vorn und die Schere geht weiter auseinander
Die höchsten Einkommen haben laut Statistikamt – wieder einmal traditionell – die Menschen in der Hauptstadt Prag. Das Durchschnittseinkommen liegt hier bei 67.945 Kronen (etwa 2809 Euro) und ist im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um mehr als 5000 gestiegen.
Am anderen Ende der Skala befinden sich mit durchschnittlich 42.391 Kronen die Beschäftigten aus der Region Karlovy Vary.
Am stärksten stiegen die Löhne der Menschen aus der Region Mährisch-Schlesien, und zwar um fast ein Zehntel. Am wenigsten stiegen sie in der Region Ústí nad Labem, und zwar um 6,3 Prozent.
Nach Branchen verzeichneten Immobilientätigkeiten (+22,1 Prozent), administrative Dienstleistungen (+18,8 Prozent) und das Baugewerbe (+12,6 Prozent) die stärksten Zuwächse. Den höchsten Durchschnittslohn verzeichnete wie üblich der Bereich der Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mit 98.776 Kronen. (nk)




















